Der Verlust eines nahestehenden Menschen verändert das eigene Leben nachhaltig. Neben klassischen Formen der Trauer und des Gedenkens suchen viele Hinterbliebene nach individuellen Wegen, die Erinnerung dauerhaft in ihr Leben zu integrieren.
Eine Tätowierung mit einem Anteil der Kremationsasche stellt eine solche Möglichkeit dar. Sie verbindet ein sichtbares Zeichen mit einer sehr persönlichen Bedeutung und schafft eine Form der Nähe, die unabhängig von Ort und Zeit bestehen bleibt.
Diese Art der Erinnerung ist nicht für jeden Menschen passend. Für einige jedoch kann sie ein wichtiger Bestandteil der eigenen Trauerverarbeitung und ein bewusst gewählter Ausdruck von Verbundenheit sein.
Bei dieser besonderen Form der Tätowierung wird ein sehr kleiner Anteil der Asche eines verstorbenen Menschen in eine dafür vorbereitete Tätowierfarbe eingebracht. Die Asche wird zuvor technisch bearbeitet, um eine möglichst feine Struktur zu erreichen.
Die fertige Farbe kann anschließend für ein Tattoo verwendet werden, das sich optisch nicht von herkömmlichen Tätowierungen unterscheidet. Die Besonderheit liegt ausschließlich in der persönlichen Bedeutung.
Die Herstellung der Tätowierfarbe erfolgt in einer spezialisierten Firma in England, die sich auf die Verarbeitung von Kremationsasche für Tätowierzwecke spezialisiert hat. Dabei wird die Asche in mehreren Schritten behandelt:
Die fertige Tätowierfarbe wird steril verpackt und für die weitere Verwendung bereitgestellt.
Die eigentliche Herstellung findet außerhalb Deutschlands statt, in einer renommierten Firma in England.
Wir begleiten Sie im Rahmen unserer Möglichkeiten bei der Organisation dieses besonderen Vorhabens. Dabei legen wir Wert auf Transparenz, Zurückhaltung und eine respektvolle Vorgehensweise.
Wir selbst führen keine Tätowierungen durch und stellen keine Tätowierfarbe her.
Die Wahl des Motivs erfolgt unabhängig von der verwendeten Farbe und ist vollständig individuell.
Das Tattoo wird in Zusammenarbeit mit einem Tätowierer entwickelt und umgesetzt.
Eine Entnahme oder anderweitige Verwendung von Asche kann rechtlichen Einschränkungen unterliegen. Die konkrete Situation kann je nach Bundesland unterschiedlich bewertet werden.
Die in diesem Zusammenhang beschriebenen Leistungen beziehen sich auf Abläufe außerhalb Deutschlands. Es liegt in der Verantwortung der jeweiligen Angehörigen, die rechtliche Zulässigkeit im Einzelfall zu prüfen.
Wir geben keine verbindliche Rechtsberatung und empfehlen bei Unsicherheiten die Rücksprache mit den zuständigen Behörden.
Unser beauftragtes Krematorium stellt auf Anforderung des bestattungspflichtigen Angehörigen einen geringen Anteil der Kremationsasche zur Verfügung, sofern keine weiteren Angehörigen bekannt sind, die dem widersprechen.
Die Herausgabe des Ascheanteils erfolgt unter Berücksichtigung aller rechtlichen Bestimmungen und nur nach Klärung der relevanten Voraussetzungen.
Die Tätowierung selbst erfolgt ausschließlich durch professionelle Tätowierer in Holland. Diese sind verantwortlich für:
Wir übernehmen keine medizinische Bewertung oder Zusicherung hinsichtlich der Verträglichkeit.
Tätowierungen mit Asche sind eine sehr persönliche Entscheidung. Sie können für manche Menschen eine bedeutungsvolle Form der Erinnerung darstellen, während andere bewusst andere Wege des Gedenkens wählen.
Unser Anliegen ist es, Sie sachlich zu informieren und auf Wunsch bei der Organisation zu begleiten – zurückhaltend, respektvoll und ohne Einfluss auf Ihre Entscheidung.